Wieso Frauen sich beim Online-Dating sicher und gewollt fühlen können

Alle Frauen, leben sie auf dem Land oder in der großen Stadt, kennen das Phänomen, dass jemand ihnen hinterherschaut oder –pfeift. Ebenso bekannt ist es, dass Männer Frauen im Vorbeigehen oft mit vulgären Dingen ansprechen oder hupen, wenn sie eine Frau an der Straße entlang gehen sehen. Das hat nicht einmal etwas damit zu tun, ob man als Frau nun gestylt ist oder nicht oder was man gerade genau trägt. Den Frauen ist dieses Verhalten mehr als unangenehm. Besonders schlimm ist es, wenn man so etwas nicht im Vorbeigehen auf der Straße erlebt, sondern in einer gut besuchten Bar, wo man nicht einfach an einen anderen Ort gehen kann. In einer solchen Situation fühlt man sich als Frau machtlos und objektiviert. Dazu kommt noch, dass man häufig etwas Angst vor den Männern hat, die sich dazu berufen sehen, ihre Männlichkeit auf diese Weise auszudrücken.

Das hat schon viele Frauen dazu bewegt, auf Ansprachen von Fremden eher skeptisch und abwehrend zu reagieren, weil man sich nicht recht sicher ist, was der betreffende Mann nun genau beabsichtigt. Eine solche Einstellung ist selbstverständlich wie Gift bei der Partnersuche.

Beim Online-Dating kann ein solches Verhalten jedoch gar nicht vorkommen – je nach Anbieter. Gerade die großen und etablierten Dienste wie Parship und ElitePartner haben häufig einen Filter, der die Nachrichten überwacht und obszöne Nachrichten erst gar nicht zum Empfänger durchstellt. Damit werden äußerst plumpe Anmachen von vornherein verhindert. Zumindest das Catcalling gibt es mit diesem Filter beim Online-Dating nicht. Das soll dazu dienen, dass ein gewisses Niveau gewahrt wird, und dass keine Kontaktanfragen kommen, die nur auf das Eine hinauslaufen sollen. So werden die Frauen vor diesen unangenehmen Kommentaren geschützt und es soll versucht werden, nur dann einen Kontakt entstehen zu lassen, wenn die betreffende Person wirklich auf eine langfristige liebevolle Beziehung hofft. Man ist also im Optimalfall wegen des Charakters interessant.

Viel elementarer hingegen kommt allen, die Übergriffe fürchten, das Online-Dating gelegen. Das sieht so aus, dass man eine Person erst einmal im Chat kennenlernt, solange man will, bevor man auch nur über ein persönliches Treffen nachdenkt. Dieses kann man dann gar nicht erst zustande kommen lassen, wenn man bei der anderen Person auch nur im Geringsten ein schlechtes Gefühl hat. Um das angemessen bewerten zu können, muss man sich aber auf sein Bauchgefühl verlassen können. Da das gerade in Liebesdingen aber häufig nicht ganz verlässlich ist, empfiehlt es sich, jegliche Gefühle kurz auszublenden und sich den Chat in aller Ruhe noch einmal durchzulesen. So kann man Warnsignale, sogenannte „rote Flaggen“, finden, die einem die Entscheidung leicht machen, ob man sich mit einer Person treffen möchte oder eben lieber nicht. Damit werden ganz real Personen geschützt, die sonst vielleicht Opfer von Gewalt geworden wären. Der Aufwand zum Schutz ist hier so gering, dass es sich auf jeden Fall immer lohnt, vor der Vereinbarung eines Treffens und vor dem Treffen noch einmal den Chatverlauf durchzugehen. Vielleicht ist man danach auch nur noch überzeugter vom Anderen.